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Die Entstehung von Neuron

Der Neuron Synthesizer ist eine Entwicklung, die seit März 2000 mehrere Firmen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Elektronik, der Datenverarbeitung, des Design und der Konstruktion einbindet. Das grundlegende Produkt-Konzept wurde auf der Musikmesse 2000 in Frankfurt/Main von Axel Hartmann, Inhaber des Design Büros "Design Box" in Ravensburg/Deutschland Urheber der Idee und Stephan Bernsee, Musiksoftware-Entwickler und Gründer der erfolgreichen Karlsruher Software Firma "Prosoniq", geboren.

Die Soft- und Hardware Entwicklung begann im April 2000 und konzentrierte sich zunächst auf das Design des Benutzerinterface unter Zugrundelegung der von Stephan Bernsee über viele Jahre entwickelten, lernfähigen Computer-Algorithmen. Ab Spätsommer 2000 wurden parallel hierzu Personen und Firmen akquiriert, die bei der Realisation des Synthesizers behilflich sein sollten.



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Die Neuron Idee

Moderne Musikproduktionen werden seit vielen Jahren zunehmend, teilweise sogar ausschließlich mit Computerhilfe erstellt. Dabei sind nicht nur die eigentlichen Aufnahmegeräte hoch spezialisierte Computer. Auch werden Synthesizer oder Sampler inzwischen nicht mehr aus diskreten elektronischen Bauteilen gefertigt, sondern laufen beispielsweise als Programm auf einem DSP (Digitaler Signal Prozessor).

In den vergangenen 5 Jahren hat sich zudem eine Technologie etabliert, die es sogar ermöglicht, diese Musikinstrumente als Software Plug-Ins in ein Computer gestütztes Musiksystem zu integrieren. Diese sind dann als virtuelle Instrumente im Rechner verfügbar. Die Bedienung erfolgt über ein grafisches Userinterface; eine Bedienoberfläche erscheint als Bild zusammen mit der eigentlichen Aufnahme-Software auf dem Bildschirm. Dieses Bild weist dann verschiedene Bedienelemente wie z.B. Schiebe- und Drehregler, Knöpfe, Schalter usw. auf, über die man das virtuelle Instrument, den Sampler oder den Synthesizer, bedienen kann. Allerdings klagen die Anwender zunehmend über die ergonomisch unbefriedigende Art der Bedienung über Bildschirm, Computertastatur und Maus. Der Musiker oder Produzent fühlt sich als Kreativ-Schaffender in seiner Arbeitsweise allzu sehr auf stoische Art beschnitten. Dies wird durch den zunehmenden Markterfolg von teilweise spezialisierten Fernsteuerungen mit echten Bedienelementen , so genannten Remote Controllern untermauert. Eigentlich eine aberwitzige Entwicklung, denn die virtuellen Instrumente sind zu einem großen Anteil nichts weiter als bildhafte Ableitungen von einstigen echten Instrumenten. Doch der Wunsch nach der guten alten Hardware-Bedienung ist stark und die Anwender erkennen inzwischen, wie sehr die kreative Umgangsform mit einem elektronischen Instrument mit dessen ureigener, haptisch erfahrbaren Oberfläche verknüpft ist.

Neuron ist teilweise Kind dieser Strömung und in seiner Gesamtheit als logischer nächster Schritt innerhalb einer stetigen Entwicklung von synthetischen Klangerzeugern zu verstehen. Mit der innovativen konzeptionellen Auslegung machen wir uns die Vorteile der aktuellen Computertechnologie zunutze. Neuron ist im Kern ein hoch spezialisierter PC, der mit einem individuell konfigurierten Betriebssystem und angepassten Peripheriebauteilen (Benutzeroberfläche, Netzteil, Massenspeicher, etc.) die Hardware zu einem neuartigen Software-Synthesekonzept bildet. Die Bedienoberfläche schafft als spezialisierte, dem Einsatzfeld exakt angepasste Remote Control direkten Zugang zur Klangsynthese. Mehr noch, sie ist gleichzeitig als integraler Bestandteil derselben anzusehen.

Um jedoch die wirkliche Tragweite des Neuron-Konzeptes zu erklären, zunächst ein kleiner Exkurs in die Geschichte der elektronischen Musikinstrumente, der Synthesizer. Vor nahezu 100 Jahren begannen Pioniere der elektronischen Musik mit gigantischen, Strom getriebenen Klangerzeugern zu experimentieren. Auf der Suche nach neuen, im Fundus der klassischen Instrumente nicht vertretenen Klängen, wurden Geräte entwickelt, die fortan viele große Komponisten und Filmmusiker der Gegenwart inspirierten. Dabei stand genau dieser Wunsch nach dem Unbekannten, dem bisher Ungehörten im Vordergrund. Dies sollte sich im Laufe der Jahrzehnte ändern. Denn mit der zunehmenden Kommerzialisierung der Musik ging eine technologische Entwicklung einher, die es vor allem in den vergangenen 30 Jahren ermöglichte, mit elektronischen Musikgeräten - Synthesizern und Samplern - komplette Musikstücke zu produzieren. Der Wunsch nach möglichst realistischen Klängen, so nah wie irgend nur möglich am klassischen Originalinstrument, bestimmte nun den Markt. Eine Entwicklung, die erst in den vergangenen 10 Jahren wieder rückläufig war. Dann, als die Musiker erkannten, welch immenses kreatives Potential in den klassischen Synthesizern steckte. Parallel hierzu entwickelte sich eine neue Musikströmung, die die Elektronik als solche wieder hörbar machte.

So findet sich der inzwischen typische Synthesizersound neben dem klassischen Popmusik-Instrumentarium in fast allen zeitgenössischen Produktionen wieder. Eine Erklärung für die Renaissance des klassischen Synthesizers - heute allerdings, wie bereits eingangs erwähnt, nicht mehr in Form von komplexen, diskreten Schaltungen.

Innerhalb all dieser Entwicklungsphasen wurden die verschiedensten Synthesemodelle ersonnen. Es entstanden Schlüssel-Technologien, die dann über viele Jahre den Synthesizermarkt beherrschten und die von vielen Firmen für Ihre Produkte angewendet wurden. Davon blieben ca. eine handvoll Technologien erhalten, an denen sich auch heute noch alle Hersteller grundsätzlich orientieren. Resümierend kann man sagen, dass ca. alle 15 - 20 Jahre eine solche neue, Bahn brechende Technologie das Licht der Welt erblickt und - wichtig - auch entsprechende, kommerziell erfolgreiche Produkte entstehen lässt:

  • die subtraktive Synthese
    (Pioniere: Moog, EMS, Buchla, Sequential Circuits, Oberheim, ARP)

  • die additive Synthese
    (Pioniere: Fairlight, Synclavier, PPG, Technos)

  • die Wavetable- / Digitalsynthese (Pioniere: PPG)

  • FM (frequency modulation) / PD (phase distortion) synthesis
    (pioneers: Yamaha, Casio)

  • die FM (Frequenz Modulation) / PD (Phase Distortion) Synthese
    (Pioniere: Yamaha, Casio)

  • die Virtuelle Klang-Synthese / Physical Modelling
    (Pioniere: Yamaha)

  • Sampling (Pioniere: Fairlight, EMU Systems, Synclavier)


Wir glauben, dass wir mit der Neuron-Technologie ein Konzept mit ähnlich revolutionärem Anspruch geschaffen haben: Neuron verwendet eine Technologie, die in naher Zukunft das Verständnis der gesamten Computer-Branche neu definieren wird. Neuron arbeitet auf Grundlage lernfähiger Computeralgorithmen. Seine Klangerzeugung basiert auf den phantastischen Möglichkeiten der Resynthese. Grundsätzlich bedeutet Resynthese die künstliche Nachbildung eines vorgegebenen Modells, - hier die exakte Nachbildung irgendeines Klangbildes - in all seinen typischen Ausprägungen. Durch den Einsatz eines über viele Jahre entwickelten und verfeinerten lernfähigen Programmprinzips ist es nun erstmalig in der Geschichte der Synthesizer möglich, äußerst gezielt und dennoch spektakulär drastisch, Einfluss auf resynthetisiertes Klangmaterial zu nehmen.

Wie ein intelligentes Wesen erkennt Neuron einen Klang. Und er stellt dem Benutzer Parameter zur Verfügung, die sich in ihrer Ausprägung dynamisch an diesem Klang ausrichten. Somit ist Neuron der erste Synthesizer, der in seinem Herzen nicht mit fixen Parameterverknüpfungen arbeitet.

Neuron ist ein professionelles Synthesewerkzeug für Musiker, Produzenten, Klangkünstler und Sound-Enthusiasten. Die weltweite Einführung fand im Januar 2002 auf der NAMM Show (US amerikanische Musikmesse in Los Angeles) statt.



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Die Personen hinter Neuron

Axel HartmannAxel Hartmann
Als Designer in der Musikbranche inzwischen weltweit bekannt, war Axel Hartmann zunächst als In-House Designer bei Waldorf Electronics beschäftigt. Hier zeichnet er nach wie vor verantwortlich für das Corporate Design dieses deutschen Herstellers exklusiver Synthesizer. Die Wave Familie, die Q Familie, die Attack Familie, eigentlich alle Waldorf Produkte sowie die prägnante Waldorf Corporate Idendity stammen aus seiner Feder. Seit 1995 betreibt Axel Hartmann zusammen mit Stefan Leitl sein eigenes Design Büro in Ravensburg / Deutschland. Seine Kundenliste liest sich wie das "Who-is-Who" der gesamten Musikbranche. Zu seinen bisher spektakulärsten Arbeiten zählen beispielsweise Waldorf Wave, Alesis Andromeda, Steinberg Houston und Creamware Noah.

Mit Neuron erfüllt sich für Axel Hartmann ein lange gehegter Traum - die Entwicklung eines eigenen Synthesizers, -kompromisslos ästhetisch, -technisch innovativ, -ergonomisch im Einklang mit der phantastischen Soundengine von Stephan Bernsee.





Stephan M. BernseeStephan Bernsee
Stephan M. Bernsee ist federführend in der Forschung und Entwicklung bei der Karlsruher Softwareschmiede Prosoniq und arbeitet außerdem als Berater im Bereich Digitale Signalverarbeitung im Auftrag führender Firmen in der Musikindustrie und Nachrichtentechnik. Als Gründer der Firma Prosoniq entwickelt er seit 1991 grundlegende Technologien für Produkte der Firma Prosoniq. Mit der Entwicklung einer Software zum Morphen von Audiosignalen mittels perzeptionistischer Modelle und eigens dafür entwickelten Zeit-Frequenz-Tranformationen auf der Silicon Graphics IRIX Plattform im Jahre 1988 beschritt Bernsee den konsequenten Weg der Analyse, Erforschung und Realisierung wichtiger Schlüsselfunktionen der menschlichen Hörwahrnehmung am Computer mittels Strukturen die der Natur entlehnt sind. Neben seiner Tätigkeit für Prosoniq entwickelte er auch wichtige Technologien führender Firmen in der Musikindustrie. Die Formantkorrektur in Emagics Logic Audio sowie das Time Stretching in Steinbergs Nuendo-Software gehören unter anderem dazu. Seine Entwicklungen finden sich wieder in Produkten vertrieben und gebundled mit Soft- und Hardware von Creative Labs, Steinberg, Emagic, Prosoniq, Digidesign und anderen. Produkte wie das frei erhältliche NorthPole VST Plugin, eine Gemeinschaftsentwicklung mit Frederic Schelling, gehören zu den am weitesten verbreiteten Produkten am Markt. Aktuelle Entwicklungen beinhalten einen polyphonen Echtzeit-Resynthesizer ("Prosoniq Magenta") sowie Software zur Signaltentmischung und zur Simulation der Hörwahrnehmung am Computer. Seine Arbeit für Hartmann ist die konsequente Fortführung seiner Forschungstätigkeit im Bereich perzeptionistischer Modelle, nun zum ersten Mal umgesetzt in ein elektronisches Musikinstrument. Bernsee arbeitet auch im Bildungsbereich: seine private sachbezogene Homepage im Web findet sich unter der Adresse http://www.dspdimension.com.



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Die Hartmann Philosophie in Stichpunkten


  • Das Unternehmen Hartmann vereint unter seinem Label musikalische Faszination, erstklassiges Design und visionäre Technologie.

  • Hartmann stellt hochwertige Produkte für musikschaffende Menschen her.

  • Alle an Hartmann Produkten beteiligten Firmen erfüllen einen hohen Qualitätsanspruch.

  • Hartmann Produkte sind intelligent und inspirierend.

  • Die Benutzerführung eines Hartmann Instrumentes ist klar verständlich, intuitiv und vermittelt Freude am Umgang mit neuer Technologie.

  • Hartmann Produkte sind elegant und wertig.

  • Hartmann Produkte sind "ehrlich" und spiegeln in ihrer optischen Anmutung ihren jeweiligen technischen Stellenwert wider.

  • Hartmann Produkte sind zeitlos.

  • Der Anspruch dem Kunden ein in allen Belangen exzellentes Musikgerät zur Verfügung zu stellen rangiert vor rein wirtschaftlichen Interessen.



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